
Dr. Reza Parchizadeh, PhD (@DrParchizadeh),
Da die Islamische Republik Iran in eine Phase tiefgreifender innerer Schwäche eintritt, hat sich die internationale Debatte zunehmend auf die Aussicht auf einen Regimewechsel verlagert. Die Geschichte zeigt jedoch, dass der Zusammenbruch eines autoritären Systems nicht automatisch zu Demokratie, Stabilität oder Frieden führt. In vielen Fällen führt ein ungeplanter Zusammenbruch stattdessen zu Fragmentierung, Massengewalt und einem erneuten Autoritarismus in neuer Form.
In diesem Vortrag wird argumentiert, dass die zentrale strategische Frage für politische Entscheidungsträger nicht lautet, ob die Islamische Republik fallen wird, sondern wie der Übergang im Iran vonstattengeht – und welche politische Ordnung an ihre Stelle tritt. Ausgehend von vergleichenden Übergängen, den internen sozialen Dynamiken im Iran und den aktuellen Sicherheitsrisiken werden die Gefahren eines plötzlichen Zusammenbruchs, personenbezogene Nachfolgemodelle und von außen gesteuerte Führungsprojekte untersucht. Der Vortrag skizziert, warum ein kontrollierter, vom Iran geführter und Institutionen-orientierter demokratischer Übergang der einzige gangbare Weg zu langfristiger Stabilität ist.
